Auftaktniederlage für Bundesliga-Männer – BJC unterliegt Spremberg

Geschrieben von: , veröffentlicht am: 25.04.2016
Kategorien: Bundesliga 2016 , ; Schlagwörter: keine

Mit einer 5:9 Niederlage starten die Bundesliga-Männer des Braunschweiger Judo Clubs in die neue Saison. Trotz starker Leistung konnte sich das Team um die Trainer Falk von der Osten-Fabeck und Olaf Pütz nicht gegen die Konkurrenz aus Spremberg durchsetzen.

Dabei sah der Saisonauftakt dennoch vielversprechend aus. Trotz einiger Abgänge nach der letzten Saison waren die Braunschweiger zum Start beim ersten Heimkampf dieses Jahr gut aufgestellt.Einzig die Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm war mit nur einem Athleten schwächer besetzt. „Die Abgänge konnten wir relativ gut kompensieren. Besonders in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm sowie im Schwergewicht hatten wir dieses Mal keine Probleme!“ Gleich vier Athleten besetzten die Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm. Auch im Schwergewicht kamen die Braunschweiger mit jeweils zwei Athleten in der Klasse bis 100 Kilogramm sowie über 100 Kilogramm nicht ins Schwitzen. „Die Strafen sparen wir uns schonmal im Gegensatz zur letzten Saison!“, so von der Osten-Fabeck.

Jetzt galt es nur noch, die Power auch auf die Matte zu bringen. „Die Halle ist voll! Spremberg ist ein erfahrenes, starkes Team. Viele von euch kämpfen das erste Mal Bundesliga – lasst euch von all dem nicht beeindrucken. Rausgehen, Vollgas geben, Punkt werfen. Judo machen! Spaß haben!“, war die kurze Ansage an das junge Team.

Und das mit diesem jungen Team durchaus zu rechnen ist, demonstrierten die Kämpfer um das Trainer-Duo direkt vom ersten Kampf an. In der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm startete Oliver Els für den BJC in die Begegnung. In einem sehr ausgeglichenen starken Kampf unterlag er mit nur einer Strafe mehr seinem Gegner. Auch Wilhelm Baumgart (Neuzugang, bis 66 Kg) unterlag anschließend seinem Gegner. Dann jedoch punktete der BJC das erste Mal. Neuzugang Tomas Knapek (bis 100 Kg) ging zunächst mit einem Yuko in Führung, ehe er nach sauberem Stand-Boden-Übergang mit einem Haltegriff den vollen Punkt sicherte! Leonard Schütz (Neuzugang, bis 90 Kg) unterlag im Anschluss Toni Grohn, gegen den er während des ganzen Kampfes kein wirkliches Mittel fand. Die Begegnung entwickelte sich langsam zu einem offnen Schlagabtausch. Jan-Hendrik Köhler konnte mit seinem souveränen Punkt in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm den Anschluss wieder herstellen. Marc-Alexander Fitzlaff (Neuzugang, über 100 Kg) musste sich ebenfalls geschlagen geben. Den letzten Kampf im ersten Durchgang bestritt anschließend Vaclav Kovar. Der 18jährige Tscheche, ebenfalls neu im Team der Braunschweiger, ließ es vorerst etwas langsamer angehen und musste wie sein Gegner zunächst eine Strafe hinnehmen, ehe er seinen Kontrahenten das erste Mal zum Wackeln bringen konnte. Nach einer weiteren Strafe punktete er schließlich durch einen starken Uchi-Mata mit einer mittleren Wertung, die er auch souverän über die Zeit bringen konnte.

In den zweiten Durchgang starteten die Braunschweiger mit Nikolai Stahl, der sich nach etwas mehr als eineinhalb Minuten souverän im Boden durchsetzen konnte. Lennard Scharff (Neuzugang) ging anschließend in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm auf die Matte. Der 60-Kilo-Mann wurde hoch gesetzt, unterlag seinem Kontrahenten nach knapp der Hälfte der Kampfzeit ebenso, wie im Anschluss Volker Klöß (bis 100 Kg). Die Spremberger zogen den Braunschweigern jetzt deutlicher davon. Auch Felix Schulze (bis 90 Kg) sah gegen Sprembergs Marc Natho keine Sonne und unterlag nach knapp einer Minute relativ deutlich. Jan-Hendrik Köhler konnte zwar im Anschluss ungefährdet seinen zweiten Punkt an diesem Tag holen, die beiden letzten Gewichtsklassen gingen jedoch ebenfalls sehr knapp und zum Teil auch deutlich unglücklich verloren. Jan Pinta unterlag hier Tobias Mol, Vaclav Kovar musste sich trotz Waza-Ari Führung in letzter Sekunde noch durch die vierte Strafe und damit einem Hansoku-Make geschlagen geben.

„Das war längst nicht so eindeutig, wie es am Ende klingt!“, waren sich die Trainer am Ende einig. „Es ist natürlich sehr ärgerlich. Wenn man vier Kämpfe einzig und allein durch eine Strafe mehr verliert muss man sagen: hier war auch deutlich mehr drin. Die ein oder andere Entscheidung war sicherlich auch umstritten. Am Ende war Spremberg einfach das ein oder andere Mal etwas cleverer oder glücklicher. So ist es manchmal einfach.“, so die Coaches. Dennoch zeigten sie sich positiv: „Es war ein guter Auftakt. Die Halle war voll. Die Stimmung war gut. Und wir haben eine Mannschaft gesehen, die sich buchstäblich bis zur letzten Sekunde aufreibt und alles gibt. Die Jungs sind als Team aufgetreten. Das macht Hoffnung auf mehr. Wenn wir das ein oder andere Mal noch etwas cleverer kämpfen, können wir durchaus mitkämpfen – das haben wir heute gezeigt!“, so die Trainer.



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