Gold bei der Inklusiven Deutschen Kata-Meisterschaft ID-Judo 2026


Fotos: Bernward Vollmer

Am 20. und 21. Juni richteten der Deutsche Judo-Bund (DJB) und der Polizeisportverein Freital neben den Deutschen Kata-Meisterschaften 2026 auch die Inklusive Deutsche Kata-Meisterschaft ID-Judo aus. Julia Maria Vollmer (Tori) und Alexander Poth (Uke) gingen dabei als Kata-Paar und Niedersächsische Landesmeister für den Braunschweiger Judo Club (BJC), den Kata-Stützpunkt Braunschweig und den Niedersächsischen Judo-Verband (NJV) an den Start.

Gern gaben Julia und Alex ihr Bestmögliches, um ihren Heimatverein BJC und den ID-Judo-Bereich ihres NJV auch im Rahmen der Deutschen Kata-Meisterschaft ID-Judo würdig zu vertreten, und dank der Expertenunterstützung am Braunschweiger Kata-Stützpunkt beim Welfen SC wurde ihr Trainingseifer mit dem Titel Deutscher Meister belohnt.


„Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen. Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst!” Gemäß dem Gedanken des Gründers des modernen Judosports, Prof. Jigoro Kano, nahmen Julia und Alex am letzten Wochenende bei hochsommerlichen Temperaturen die lange Anreise in die Nähe von Dresden auf sich, um die Qualität ihrer Kata auch unter Wettbewerbsbedingungen weiter steigern zu können. Hatten sie bei ihrer Wettkampfpremiere bei den NJV-Kata-Meisterschaften Anfang Mai 2026 „nur“ gute sechzig Prozent der Maximalpunktzahl erzielt, überzeugte die Qualität ihrer Darbietung die Wertungsrichter nun schon zu fast siebzig Prozent, was im Bereich der ID-Judo-Kata bereits als ein beachtliches Ergebnis gilt, zumal internationale Technikexperten ohne geistige Beeinträchtigung auch nach jahrzehntelangem Training nur selten Bewertungen oberhalb von achtzig Prozent erreichen können. Einhundert Prozent werden in Judo Kata für immer unerreichbar bleiben, da es bei der Vielzahl von technisch hochkomplexen Bewegungsabläufen zwangsläufig zu Abweichungen von der Idealform kommen muss, die mit empfindlichen Punktabzügen quittiert werden. Außerdem gelten die stetige technische Verbesserung und persönliche Weiterentwicklung unter Judoka als niemals vollendet.

Ebenso erfreulich wie ihr persönlicher Erfolg war für Julia und Alex das Wiedersehen mit ihren ID-Judofreunden aus Berlin, die ebenfalls beachtliche Fortschritte in der Ausführung ihrer Technik umsetzen konnten und dadurch in der Nage-no-kata (Form der Wurftechniken) und der Katame-no-kata (Form der Haltetechniken) sehr gute Ergebnisse erreichten. Ergänzt um zwei Kata-Paare aus Sachsen lieferten sich damit insgesamt sieben ID-Judo-Paare spannende Wettkämpfe um die Deutschen Meistertitel, nach deren Abschluss es ausschließlich Gewinner gab, auch wenn nicht alle ID-Judofreunde ihren Platz ganz oben auf dem Treppchen finden konnten.

Wie es sich bereits Jigoro Kano gewünscht hat, versprechen Julia und Alex eifrig weiter zu trainieren, um dabei weiter zu wachsen, denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber viele Meister auf die Judomatte.

Wir alle danken unseren engagierten Trainern, dem professionellen Kata-Wertungsrichter-Team und dem fleißigen Helferteam des Polizeisportvereins Freital Ort.

Videos: Bernward Vollmer