Braunschweiger Judo Club hält die Klasse!

Geschrieben von Johanna Buhlke , veröffentlicht am 07.10.2014
Kategorie(n): Bundesligaberichte 2014,

Nach dem Aufstieg haben die Judoka des BJC ihr Ziel erreicht – in ihrer ersten Zweitligasaison mit dem neuen Team sicherten sich die Braunschweiger nicht nur souverän den Klassenerhalt, sie zeigten dabei sogar deutliches Potential nach oben.

Mit einem 7:5 verabschiedete man sich zwar mit einer Niederlage aus der Saison, doch wie schon in der gesamten Saison zeigten die Männer des BJC dabei eine starke Leistung, viele Kämpfe fielen knapp aus. „Ich bin sehr zufrieden mit der Saison.“, erklärte Teamchef Honner Hornuß. „Nach unserem Abstieg aus der ersten und anschließend auch aus der zweiten Liga mussten wir das Team deutlich umbauen. Einige Athleten wurden in den letzten Jahren aus dem eigenen Nachwuchsteam hochgeholt. Weitere Athleten kommen aus der Region um Braunschweig und Hannover. Natürlich sind mit David Dubsky, Sebastian Kuntze, Nikolai Stahl oder auch Rückkehrer Jörn Helms ein paar Routiniers geblieben. Der Großteil der Mannschaft ist jedoch sehr jung und hat zum ersten Mal Bundesliga-Luft geschnuppert. Dafür haben sie sich sehr gut verkauft! Als Außenseiter zwei Kämpfe zu gewinnen und sich ein Remis zu sichern ist schon ganz in Ordnung.“, so der Teamchef weiter. „Zudem muss man natürlich bedenken, dass wir von allen Mannschaften personell den kleinsten Kader haben. Das haben wir besonders vor der Sommerpause zu spüren bekommen. Die Kampftage, die wir da verloren haben, wären mit Sicherheit anders ausgegangen, wenn wir den kompletten Kader zur Verfügung gehabt hätten!“

Auch gegen Herta Walheim mussten die Braunschweiger wieder auf Kämpfer verzichten. Die Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm konnte verletzungsbedingt einmal gar nicht besetzt werden. Dennoch fighteten die Braunschweiger im letzten Kampf der Saison bis zuletzt und lieferten trotz Niederlage eine ordentliche Leistung ab. Die Punkte holten hier David Dubsky, Michal Hoak, Oliver Els und Jan-Hendrik Köhler. Doch auch Leon Cedric Philipp und Joachim von Pawelcz machten es mit ihren Unentschieden spannend. Ebenso wie Arndt Haberfelner, der sich nach ganz starker Leistung geschlagen geben musste.

„Das ist mit Sicherheit etwas, woran wir noch arbeiten müssen.“, erklären auch die Coaches einstimmig. „Diese Saison haben wir Kämpfe oft noch in den letzten Minuten oder gar Sekunden abgegeben. Bei Kämpfen über die volle Kampfzeit hing es oft nur an einer kleinen Wertung oder gar einer Strafe Unterschied. Da müssen wir nächste Saison noch abgezockter werden. Auch technisch kann der ein oder andere noch mehr rausholen. Insgesamt sind wir aber auf einem guten Weg.“

Das sieht auch der Teamchef so. „Für die nächste Saison planen wir den Kader noch etwas zu erweitern. Wir brauchen definitiv noch Verstärkung in den hohen Gewichtsklassen. Da sind wir bisher sehr schwach besetzt. Einen wirklichen Schwergewichtler haben wir erst gar nicht. Auch in der niedrigsten Gewichtsklasse könnten wir noch einen Starter mehr gebrauchen. Wenn wir auf 25 Kämpfer kommen und es schaffen, jede Gewichtsklasse gleich stark zu besetzten, sind wir für die nächste Saison gut aufgestellt.“ so Honuß. Dazu plant der BJC allerdings auch weiter, der neuen Linie treu zu bleiben und möglichst Kämpfer aus der Region zu verpflichten. Die Marschroute ist klar – es soll weiterhin nach vorne gehen. Denn auf lange Sicht gesehen wollen die Braunschweiger wieder dahin, wo sie hingehören: in die erste Liga!