7:7 – BJC verschafft sich weiter Luft

Geschrieben von Johanna Buhlke , veröffentlicht am 15.09.2014
Kategorie(n): Bundesligaberichte 2014,

Mit einem Unentschieden startet der BJC nach der Sommerpause in die letzten Kampftage. Gegen Spremberg sichert sich das Team um Falk von der Osten-Fabeck und Olaf Pütz einen weiteren Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.

Dabei stand nach einem halben Jahr Auszeit im Ausland erstmals auch der eigentliche Headcoach Detlef Knorrek wieder mit am Mattenrand. Die Braunschweiger gingen als Tabellensechster in den letzten Heimkampftag der Saison. Gegen Asahi Spremberg lieferte sich das Team einen spannenden Kampf. Der BJC musste dabei auf seinen Schwergewichtler verzichten. Michal Krpalek fehlt noch immer verletzt. „So wie es momentan aussieht, wird er wohl seine Karriere beenden.“, so Teamchef Honner Hornuß. Auch Tobias Weber konnte verletzungsbedingt noch nicht wieder auf die Matte. Dafür wurde Jan-Hendik Köhler rechtzeitig fit und stand gegen Spremberg wieder im Kader. Und auch die Els-Brüder gingen zum ersten Mal für den BJC auf die Matte.

In der Gewichtsklasse über 100 Kilogramm hatte Sebastian Kuntze den Auftakt für Braunschweig, unterlag seinem deutlich schwereren Gegner jedoch bereits in der ersten Minute. Leon Cedric Philipp startete anschließend in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm. Gegen Michel Daue sicherte er sich nach etwas mehr als einer Minute den Punkt und konnte ausgleichen. Robin Els (bis 90 Kg) musste sich anschließend geschlagen geben, ebenso wie Routinier David Dubsky (hoch gesetzt bis 81 Kg). Seine Standard-Technik, mit der er diese Saison bereits mehrfach punktete, brachte ihm dieses Mal eine Disqualifikation ein. Etwas ungläubig verließ der Punktegarant der Braunschweiger die Matte – und war damit nicht alleine. Jan-Hendrik Köhler ging anschließend in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm an den Start. Gegen David Lenk ging er zunächst mit einer mittleren Wertung in Führung, ehe er sich mit einem zweiten Waza-Ari schließlich den Sieg perfekt machte. Joachim von Pawelzs (bis 100Kg) unterlag nach vollen fünf Minuten Kampfzeit ausschließlich durch zwei Strafen mehr seinem Spremberger Gegner, ehe Leichtgewicht David Pulkrabek es zur Pause noch einmal spannend machte. Mit seinem Sieg gegen Nick Hatsch hielt der Tscheche die Braunschweiger im Rennen und sorgte für den 3:4 Halbzeitstand.

Im zweiten Durchgang kam Nikolai Stahl für Seabstian Kuntze. Auch er eigentlich ein 81-Kilo-Mann trat hier deutlich hoch gesetzt an, kam mit der Situation aber deutlich besser zurecht als zuvor Kuntze. Nach etwas mehr als zweieinhalb Minuten hatte er seinen Gegner aufgearbeitet und sicherte sich schließlich im Boden seinen hochverdienten Punkt. Philipp punktete anschließend auch in seinem zweiten Kampf und brachte den BJC damit zum ersten Mal an diesem Tag in Führung. Auch BJC-Langzeitkämpfer Jörn Helms holte in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm anschließend souverän seinen Punkt und erhöhte zwischenzeitlich auf 6:4 für den BJC. Doch die Spremberger gaben sich hier noch lange nicht geschlagen. Oliver Els (bis 81 Kg) unterlag anschließend dem Ex-BJC’ler Johannes Karsch, ebenso wie Jan-Hendrik Köhler, der sich in seinem zweiten Kampf geschlagen geben musste. Auch Joachim von Pawelzs unterlag erneut, dieses Mal noch knapper mit nur einer Strafe Unterschied – Spremberg war wieder vorn. In der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm ging jetzt erneut David Pulkrabek auf die Matte. Wie schon im ersten Kampf drehte der schnelle Tscheche von Anfang an auf. Doch nach einer Verletzung seines Kontrahenten war dieser Kampf bereits nach knapp 30 Sekunden wieder vorbei.

Das Unentschieden bescherte den Braunschweigern erneut etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt. Zum Tabellenletzten trennen die Braunschweiger jetzt drei Punkte. „Wir sind zufrieden!“, konstatierte das Trainer-Team. „Wir haben alles gegeben, das bestmögliche raus geholt. Jetzt konzentrieren wir uns auf den nächsten Kampftag. Gegen Bochum kämpfen wir gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Gewinnen sie, wird es noch einmal richtig eng. Können wir punkten, haben wir fünf Punkte Vorsprung auf den letzten Tabellenplatz. Das wäre eine gute Ausgangsposition für den letzten Kampftag.“